Franz Schubert
Verklärung
Lebensfunke, vom Himmel entglüht
Der sich loszuwinden müht!
Zitternd, kühn, vor Sehnen leidend
Gern und doch mit Schmerzen scheidend -
End' o end' den Kampf, Natur!
Sanft ins Leben
Aufwärts schweben
Sanft hinschwinden laß mich nur

Horch!, mir lispeln Geister zu:
"Schwester-Seele, komm zur Ruh!"
Ziehet was mich sanft von hinnen?
Was ists, was mir meine Sinne
Mir den Hauch zu rauben droht?
Seele sprich, ist das der Tod?

Die Welt еntweicht! Sie ist nicht mehr!
Engеl-Einklang um mich her!
Ich schweb im Morgenroth -
Leiht, o leiht mir eure Schwingen
Ihr Brüder, Geister! helft mir singen:
"O Grab, wo ist dein Sieg? wo ist dein Pfeil, o Tod?"