Franz Schubert
Liebesbotschaft
Rauschendes Bächlein
So silbern und hell
Eilst zur Geliebten
So munter und schnell?
Ach trautes Bächlein
Mein Bote sey Du;
Bringe die Grüße
Des Fernen ihr zu

All' ihre Blumen
Im Garten gepflegt
Die sie so lieblich
Am Busen trägt
Und ihre Rosen
In purpurner Gluth
Bächlein, erquicke
Mit kühlender Fluth

Wann sie am Ufer
In Träume versenkt
Meiner gedenkend
Das Köpfchen hängt;
Tröste die Süße
Mit freundlichem Blick
Denn der Geliebte
Kehrt bald zurück
Neigt sich die Sonne
Mit röthlichem Schein
Wiege das Liebchen
In Schlummer ein
Rausche sie murmelnd
In süße Ruh
Flüstre ihr Träume
Der Liebe zu